pressespiegel des badischen ols
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Offenburger Tageblatt, Juni 2002

Zwei Deutsche Vizemeistertitel für die OLG Ortenau

Bei den Deutschen Meisterschaften im Orientierungslauf über die Kurzstrecke errangen Marcus Heizmann und Ewald Eyrich von der OLG Ortenau am vergangenen Samstag im saarländischen Blieskastel jeweils die Silbermedaille. Die Turnvereine Ohlsbach und Ortenberg, beides Initiatoren und Heimatvereine für die OLG-Läufer, gratulieren ganz herzlich zu diesen tollen Erfolgen.

Nach dem ersten Wertungslauf am Vormittag rangierte der Ohlsbacher Marcus Heizmann in der Schülerkategorie H 14 noch auf Platz 5. Sein Rückstand auf die Medaillenränge betrug gerade einmal 17 Sekunden, so dass für das zweite Rennen am Nachmittag die Entscheidung um das begehrte Edelmetall noch völlig offen war. Mit einem sehr guten Lauf legte Marcus Heizmann zu einem frühen Zeitpunkt die absolute Bestzeit vor, an der die Konkurrenz nach und nach scheiterte. In der Zeitaddition der beiden Wertungsläufe konnte Marcus durch seine Topzeit noch soviel Boden gut machen, dass es ihm zum Gewinn der Silbermedaille reichte. Bei einer Gesamt-Laufzeit von 38:11 Minuten verfehlte er gerade einmal um 31 Sekunden den Meistertitel.

In der Rahmenklasse H 12 beherrschte David Schilli die Konkurrenz nach belieben. Nach zweimaliger Laufbestzeit hatte der junge Ohlsbacher fast 6 Minuten Vorsprung auf die folgenden Läufer. Seine Leistungen lassen für das kommende Jahr hoffen, wenn er erstmals in der Meisterschaft der Altersklasse H 14 an den Start gehen kann.

In der Seniorenkategorie H 45 war der Ortenberger Ewald Eyrich der gejagte. Nach dem ersten Rennen lag er mit fast zwei Minuten Vorsprung vor dem Zweitplazierten in Front, so dass er durchaus optimistisch zum zweiten Mal an den Start gehen konnte. Nach einem soliden Lauf legte er bereits frühzeitig 30 Minuten Wettkampfzeit für den zweiten Durchgang vor. Für den Ortenberger Routinier wurde daraus aber eher ein Nachteil, da die Konkurrenz durch die Rangliste von seiner Wettkampfzeit wusste. Insbesondere Colin Dickson von der ASG Teutoburger Wald nutzte diese Zeitinformation und gab bis zum Zieldurchlauf alles. Mit 27:33 Minuten erkämpfte er sich gerade einmal soviel Zeitvorsprung, dass er sich um winzige 15 Sekunden an Ewald Eyrich vorbeischieben konnte. Die Titelhoffnungen von Ewald Eyrich waren somit dahin und er wurde seinem Ruf des ewigen Zweiten leider wieder einmal gerecht.

Aber auch die übrigen OLG-Starter hatten an diesem Tag nicht gerade das Glück auf Ihrer Seite. In der Jugendklasse H 16 lag Lucas Heizmann nach dem ersten Rennen auf dem 4. Platz, die Medaillenränge in Reichweite. Im zweiten Durchgang unterliefen ihm leider einige Orientierungsfehler, so dass er nur die achtschnellste Laufzeit erzielte. Da es die Konkurrenz aber teilweise auch nicht besser machte fehlten ihm in der Endabrechnung lediglich 28 Sekunden zum Sprung auf das Siegerpodest.

In der Seniorenklasse H 35 liefen die Ortenberger Benedikt Funk und Martin Herzog am Vormittag die Ränge 3 und 6 heraus. Dieses Zwischenergebnis war jedoch aufgrund eines Nummernfehlers bei der Postencodierung durch den Veranstalter Makulatur, da für das Teilnehmerfeld ungleiche Bedingungen herrschten. So wurde der erste Durchgang anuliert und mit dem Rennen am Nachmittag die Meisterschaft entschieden. Benedikt Funk lief hier ein sehr gutes Rennen, kam letztendlich aber auf den undankbaren 4. Gesamtrang. Für Martin Herzog und auch Albert Hoferer (Klasse H 60) ging im zweiten Durchgang überhaupt nichts mehr. Nach Ihrer guten Ausgangslage versanken beide im Mittelmass Ihrer Alterskategorie.

Beim Bundesranglistenlauf am Sonntag konnten die OLG-Läufer ebenfalls gute Resultate erzielen und mancher den Frust vom Vortag herauslaufen. Hier eine Ergebnisübersicht:

H 12          4. David Schilli
D 14         10. Leonie Harter
H 14         12. Marcus Heizmann
             14. Johannes Heizmann
H 16          4. Lucas Heizmann
H 21 AK       5. Andreas Hoferer
H 35          5. Martin Herzog
             17. Benedikt Funk
H 45          6. Ewald Eyrich
H 60          2. Albert Hoferer

Martin Herzog